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Freitag, 10. Oktober 2008

Zwischen Kiwi, Schaf und Frosch

Mit etwas Wehmut verlassen wir das tolle Backpackers in Napier und machen uns wieder in Richtung Süden auf. Die Strecke von Napier nach Wellington wollen wir in zwei Tagesetappen zurücklegen und da vor allem weite Weidelandschaften zu erwarten sind, haben wir ein paar Cache-Koordinaten heruntergeladen, um die Fahrt aufzulockern.

Der erste Cache führt uns in einen kleinen hügligen Park, der zweite auf den Te Mata Peak, von wo aus man einen herrlichen Überblick über die ganze Hawkes Bay hat und der dritte über 10km Schotterstrasse zu den Waihi Falls. Dieser Wasserfall ist 25m hoch und rund 35m breit. Mal wieder recht eindrücklich, trotz des momentan recht braunen Wassers.


Nach einer Weile verzweigt sich die Strasse: Die Strasse Nr. 2 ist die Hauptverkehrsachse in den Süden. Die Strasse Nr. 52 ist die Alternative. Etwas kleiner, kurvenreicher und viel verkehrsärmer. Wir entscheiden uns für Variante zwei, da wir ja alles andere als im Stress sind. Zudem machen die Ortsnamen diese Strecke attraktiver, zum einen kommen wir beim Ort mit dem längsten Namen und zum andern bei Herbertsville durch. Dies wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen.



Auf dieser Strasse, die doch rund 150km lang ist, gibt es genau ein Backpackers und dieses befindet sich in mitten von Nirgendwo. Einzig die Farm der Backpackerbetreiber befindet sich ein paar hundert Meter weiter südlich. Wir haben Glück und ausser uns ist bisher nur ein Kiwi anwesend. D.h. abgesehen von den Schafen, aber die beanspruchen glücklicherweise kein Bett. Später am Abend hören wir, dass auch Frösche anwesend sind, welche uns trotz ihres Quackens nicht vom Schlafen abhalten können. Zuvor verbringen wir mit dem gesprächigen Kiwi namens Lance, ein Wellingtoner, einen sehr gemütlichen und gesprächigen Abend am Schwedenofen und tauschen internationale Reiseerfahrungen aus. Da er mit dem Velo angekommen ist, wird er von der Backpackersbetreiberin Pauline kulinarisch aufs Äusserste verwöhnt. Da werden wir fast ein wenig neidisch. Aber auch unser Abendessen gelingt uns ganz gut und wir erhalten später von Pauline zudem noch ein Stück Gebäck als Dessert. Hmmm, so guet...

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