Die Westküste ist viel wilder und harscher und folglich auch weniger bewohnt als die Ostküste. Immerhin gibt’s seit 1965 eine durchgehende Strasse und diese ist, wie in ganz Neuseeland, von vorzüglicher Qualität. Für uns ist die Navigation momentan denkbar einfach: Es gibt genau eine Strasse, und wir folgen dieser von Süden nach Norden.
Aber auch hier im abgelegenen Teil Neuseelands sind Geocacher aktiv und haben uns die schönen Orte markiert. Beim ersten des Tages wecken wir wohl nicht gerade die Begeisterung von zwei weiteren anwesenden Frühaufstehern. Diese sind in Tarnkleidung eingehüllt und mit monströsen Objektiven an den Fotoapparaten ausgestattet. Beim einen ist sogar das Objektiv mit Tarnfarben bemalt. Diese beiden halten wohl Ausschau nach Tieren und nicht nach Cachern, aber wir können doch auch nichts dafür, dass uns jemand diesen schönen Süsswassersee mit schwarzen Schwänen zeigen wollte.
Die Hauptattraktionen der Westküste sind zwei Gletscher, welche bis auf ein paar Kilometer ans Meer heran reichen. Wir besuchen heute den ersten der beiden, den Fox Glacier. Nach einem kurzen Marsch erreichen wir den Aussichtspunkt etwa 100m unterhalb des Gletschers. Obwohl wir ja den Anblick von Gletschern eigentlich gewohnt sind, ist dies hier trotzdem wieder speziell. Unten ist die Gletscherzunge vom herangewindeten Staub und den mitgeführten Steinen ziemlich grau. Hingegen strahlt das frische Eis oben im Gletscher im besten Dr.-Best-Weiss.

