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Samstag, 4. Oktober 2008

Nasser Aussichtspunkt

Da wir heute Morgen sozusagen alleine in einem Haus sind, wie bereits erwähnt ist das Hostel sehr klein und kaum besetzt, nehmen wir uns so richtig Zeit. Etwas später als sonst kommen wir aus den Federn und duschen ausgiebig. Obwohl wir das Gefühl haben, dass wir die Flöhe doch noch losgeworden sind, schmieren wir uns ein weiteres Mal mit dem eklig riechenden Mittel ein. Diese Plage wollen wir nämlich nicht so schnell wieder am Hals haben.

Ich geniesse es sehr, so richtig gut frühstücken zu können. So starte ich richtig gut in den Tag. Da es im Hostel Eierbecher hat, geniessen wir nach fast drei Monaten wieder einmal ein fünf-Minuten-Ei. Da uns der Eieröffner fehlt, gibt es bei mir ein kleines „Gebastel“, Tom schafft es natürlich fein-säuberlich.

Heute steht erneut ein Wasserfall (Wairere Falls, 153m) auf dem Programm. Dieses Ziel steht nicht im Reiseführer, sondern es ist ein Geheimtipp von Helen, welche das Hostel betreut. Gut gestärkt durch das Frühstück springen wir fast wie zwei junge Rehe den Berg hinauf und sehen dabei unglaublich schöne Umgebung. Meine Kletterkünste werden noch etwas unter Beweis gestellt, was die Wanderung abwechslungsreich und schweisstreibend macht. Obwohl wir ein recht schnelles Tempo haben, jedenfalls aus meiner Sicht, brauchen wir für den Hinweg die 90 Minuten, die unten an der Tafel angegeben waren. Die Anstrengung hat sich aber gelohnt, denn wir haben weiten Ausblick über die grüne Gegend.


Oben angekommen, führt ein kleiner sumpfiger Pfad noch weiter zur Oberkannte des Wasserfalls. Da wir von einer älteren Frau unterwegs bereits darauf hingewiesen wurden, dass man nass wird, ziehen wir vorsorglich unsere Regenjacken an, was sich sehr bewährt. Ohne mir gross Gedanken zu machen, marschiere ich auf den Aussichtspunkt zu, wobei ich schnell wieder den Rückweg antrete. Da das Wasser durch den Wind so stark umher- und wieder rückwärts hinauf gewirbelt wird, schmerzt es im Gesicht ziemlich fest und dort ist definitiv kein Platz zum Verweilen.


Da es hier mit den Internetverbindungen bis jetzt sehr umständlich und recht teuer ist, ist heute leider ein Cache-freier-Tag. Auf dem Weg nach Rotorua, wo wir übernachten wollen, machen wir eine Mittagspause in einem kleiner Ort, in dem sie die Häuser speziell mit Wellblech verziert haben. Das Infocenter befindet sich in einem überdimensionalen Hund und in einem Schaf.


Nach einer Siesta erkunden wir zu Fuss Rotorua, welches für natürliche heisse Quellen bekannt ist, laut Tom sogenannte geothermale Aktivitäten. Es ist beeindruckend, wie im Park überall Dampf aufsteigt, weil an sehr vielen Stellen einfach heisses Wasser aus dem Boden sprudelt. Ist noch krass!

Abends verbringen wir wieder einmal Zeit am Computer und am Telefon. Unglaublich, wie so die Zeit schnell vergeht.

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