Nach einer kurzen Dusche im Motel telefoniert Tom mit Chris, einem Angestellten unseres Vermieters. Nach mehreren Rückfragen kann er uns natürlich auch nicht sofort weiterhelfen. Wir geben ihm unsere Nummer, damit er uns nach den Abklärungen zurückrufen kann. Wir warten das erste Mal am heutigen Tag. Nach 30 Minuten klingelt das Telefon. Naja, wie erwartet, kann er unser Auto auch nicht einfach wieder „fit“ zaubern. Deshalb machen wir uns auf den Weg zum Camper und versuchen mit sehr geringer Hoffnung, den Motor zu starten. Leider ohne Erfolg. Zu Fuss, da wir ja kein Fahrzeug haben, machen wir uns auf zu einer Garage, wo wir bereits gestern Unterstützung bekamen. Die Empfangsdame will uns zuerst nicht wirklich behilflich sein, dank unserer Hartnäckigkeit schaffen wir es aber doch, dass ein Angestellter mit einem transportablen Überbrückungsgerät mit uns zu unserem Camper kommt. Und welch Überraschung, unser Camper springt bereits beim ersten Versuch an, und der Motor stirbt auch ohne Gas zu geben nicht wieder ab.
Mit einem komischen Gefühl im Magen, nehmen wir den Weg zur nächsten Dodge-Garage in Angriff und schaffen den auch problemlos. Leider sind wir nicht in einer Werkstatt, sondern nur bei einer Verkaufsfiliale gelandet. Aber dank den Wegbeschreibungen und dem wieder anspringendem Motor treffen wir kurze Zeit später in der richtigen Garage ein.
Naja, stressen lässt sich da keiner. Wir hoffen einfach, dass sie uns noch vor dem verlängertem Wochenende behilflich sein werden. Mit nicht sehr grosser Begeisterung nimmt ein Angestellter unsere Bitte in Auftrag und schickt uns in die „Lounge“. Wir warten heute zum zweiten Mal, was ziemlich lange dauern wird. Wir stellen fest, dass dies hier scheinbar üblich ist. Mit uns warten nämlich noch drei andere Personen jeweils rund drei Stunden auf die Reparatur ihres Wagens.
Naja, wir nehmen die Warterei in Kauf, da wir nach San Francisco in Richtung Nationalparks fahren und dort lieber nicht noch einmal so eine Panne haben möchten. Da sie ausser einer eher tiefen Batterie nichts gefunden haben, bleibt ein flaues Gefühl im Magen. Deshalb kaufen wir uns aus Vorsichtsmassnahme ein Überbrückungskabel, damit wir im Fall der Fälle nur noch ein anderes Fahrzeug zur Überbrückung benötigen. Wir hoffen aber natürlich, dass es gar nicht so weit kommen wird. Schlussendlich sind wir also doch noch mit einem violetten Auge davon gekommen. Schliesslich haben
andere Reisende bereits eine Woche auf die Reparatur ihres Fahrzeuges warten müssen.
Nach einem längeren Skype-Telefonat nach Halten schaffen wir es endlich, um etwa drei Uhr, in einem McDonald gleichzeitig das Frühstück, das Mittag- und Abendessen einzunehmen. Naja, wirklich gesund war dieser Tag nicht. Aber wir sind fast täglich stolz auf uns, wie gut wir unser Gewicht im Griff haben. Es ist für mich schockierend zu sehen, dass hier fast jedes Kind bereits übergewichtig ist...
Zum dritten Mal am heutigen Tag warten wir auf die Bettwäsche, die länger als erwartet im Tumbler verweilen will, bis wir nach diesem langen Tag unter die Decke schlüpfen können. Aber auch dieses Warten hat sich gelohnt, da unsere „Luxussuite“ jetzt kein Peelingarrangement (Sand) ist, sondern ein kuscheliges Bett.