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Sonntag, 17. August 2008

Die USA hat uns

Um's gleich vorne weg zu nehmen, der amerikanische Zoll hat uns tatsächlich beinahe problemlos passieren lassen. Einzig mit den Einreiseformularen haben wir's nicht wirklich und müssen je zwei dieser Dinger ausfüllen, da uns zuerst das falsche Formular ausgehändigt wird. Aber damit kann man leben.

Bevor wir jedoch die Reise mit der Fähre von Victoria nach Seattle antreten, geniessen wir zum letzten Mal den Hafen von Victoria, in dem zu dieser Zeit Drachenbootrennen stattfinden. Zwanzig Ruderer, ein Steuermann und eine Antreiberin versuchen in langen dünnen Booten eine Strecke von rund 800 Meter schneller als vier andere Teams zurückzulegen. Gibt es einen besseren Platz, um das Frühstück einzunehmen?


Während der 2¾ Stunden dauernden Überfahrt quatschen wir mit einem Schweizer Doktorand, der vorübergehend in Victoria arbeitet und mit drei Amerikaner(innen). Von ihnen müssen wir uns vorwerfen lassen, dass wir mit dem Verzicht des Besuches der Butchard Gardens einen Hochverrat begangen hätten. Ohne diesen lohne sich ein Besuch Victorias ja gar nicht. Aber so sind die Geschmäcker halt unterschiedlich. Jedenfalls haben wir eine interessante und lustige Unterhaltung und so vergeht die Zeit wie im Fluge.

In Seattle warten wir am Taxistand auf eines der raren gelben Dinger, als wir von zwei weiteren Schweizerinnen (Chantal und Karin) angequatscht werden, ob wir ein günstiges Hostel wüssten. Da wir ebenfalls versucht haben in einem Hostel unterzukommen, jedoch aus Platzgründen abgewiesen worden sind, müssen wir dies leider verneinen und auf unser gebuchtes Hotel verweisen. Da sich die beiden so das Abklappern der Hostels sparen können, springen sie ebenfalls in „unser“ Taxi und versuchen ihr Glück erfolgreich bei dem Hotel, in welchem auch wir absteigen. Aufgrund einer Verwechslung des Hotels seitens des Taxifahrers, lernen wir die Innenstadt übrigens bereits in den ersten Minuten kennen. Ein solcher Verfahrer ist also auch durchaus nicht nur negativ zu betrachten.

Die ersten Schritte auf USA Boden machen wir zu viert am Abend und erkunden das nahe gelegene Seattle Center. In einem Food Court wählen alle ihr persönliches Nachtessen aus und wir geniessen dieses im Park unter warmen Himmel. Unsere Wege trennen sich erst, als die beiden Frauen die Stadt aus dem Space Needle (siehe Bild unten, hier geklaut) betrachten wollen. Dies ist weniger unser Ding und wir schauen lieber noch ein wenig den gratis Konzerten und Darbietungen zu.


Der erste Eindruck von Seattle ist durchaus positiv. Nun sind wir auf die nächsten Tage in dieser Stadt gespannt.

By the way: Aufgrund der Drachenbootrennen ist die Fotogalerie von Vancouver Island
nochmals etwas gewachsen.

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