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Donnerstag, 11. September 2008

Tal des Feuers

Ein Besuch Las Vegas' heisst eigentlich gleichzeitig auch ein Besuch des Hoover Damms und des Grand Canyons. Jedenfalls, wenn man die Angebote in der Stadt und die Mengen von Tourbussen anschaut, welche sich am Morgen in diese Richtung bewegen. Für uns geht die Reise vorerst aber nur bis zum Hoover Damm, den Grand Canyon schauen wir uns später an.

Nach erfolgreich bestandenem Sichterheitscheck, wir könnten ja Terroristen sein, dürfen wir den Damm befahren und diesen auch anschauen. Indem wir ein paar Treppen in Kauf nehmen und etwas weiter weg parken, können wir uns die 7 Dollar Parkgebühr sparen. Die Devise heisst wohl „Einsatz oder Devisen“.

Der Damm selbst ist recht imposant. Bei seiner Fertigstellung im Jahre 1935 galt er als eine der herausragendsten Ingenieurleistungen, der höchste Damm und das grösste Elektrizitätswerk. Jedenfalls wurden Unmengen von Beton verbaut um den Colorado River zu stauen und der neu entstandene See, Lake Mead, erstreckt sich über 100 km hin. Der Damm wurde übrigens primär zum Zwecke der Regulierung des Colorado Rivers erstellt, dient aber nun dazu, den Stromschlucker Las Vegas zu versorgen.


Wir zweigen vom Haupttouristenstrom ab und fahren entlang des Lake Mead gegen Norden, dem Zion Nationalpark entgegen. Die Formen und Farben der Gesteinsformationen wechseln oft und machen die Fahrt durch die Wüste sehr abwechslungsreich. Für uns endet die Fahrt für heute im Valley of Fire State Park. Die Felsen hier sind komplett rot gefärbt und machen den Anschein, als ob sie glühen würden.

Da wir bei den herrschenden Temperaturen, knapp 40°C, ziemlich am Schwitzen sind, leisten wir uns einen klimaanlagenfreundlichen Stellplatz mit Stromanschluss. Während Döri die Kühle des Campers auskostet, mache ich mich zu Fuss daran, die Umgebung des Campgrounds zu erkunden. Echt eindrücklich, was die Natur (Gesteinsformationen) und die Menschen (Wandbemahlungen) mit der Zeit zu Stande gebracht haben.

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