So verlassen wir den Campground also schon im Halbdunkeln und stellen fest, dass trotz der Uhrzeit schon einige Mitcamper auf den Beinen sind. Wir fahren einige Kilometer bis zu einem vielversprechenden Platz und kraxeln dann auf ein paar Felsen direkt über dem Abgrund. Das Wetter hat heute eine spezielle Überraschung für uns bereit: Dem klaren Himmel im Osten steht eine Regenwand im Westen gegenüber, was in einem schönen Sonnenaufgang und zudem in einem noch schöneren Regenbogen, welcher sich über den gesamten Grand Canyon spannt, resultiert. Atemberaubend.
Nach einem kurzen Frühstück, ebenfalls mit Blick in den Canyon, fahren wir der Felskannte entlang zum so genannten Village, dem touristischen Zentrum des Nationalparks. Wir haben uns aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, nicht in den Canyon hinunter zu steigen. Erstens ist das Wetter etwas unstabil und gewittrig, zweitens darf man nicht in einem Tag hinunter und wieder hinauf wandern, drittens sind wir für eine Übernachtung in der Schlucht zu wenig gut ausgerüstet, viertens trauen wir unserer Physis momentan nicht ganz, fünftens fehlt uns etwas die Zeit und sechstens hat bereits vor rund 35 Jahren ein Herr Günter bei diesem Unterfangen fast den Löffel abgegeben. Dies möchten wir natürlich nicht toppen und begnügen uns mit einer Wanderung entlang des Rims und dem Blick in den Canyon hinunter.
Dafür finden wir mal wieder Zeit und in einer Hotellobby die Gelegenheit, unseren Blog nach ein paar Tagen wieder auf Vordermann zu bringen. Schliesslich sollt ihr ja auch was zu lesen haben. ;-)
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