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Donnerstag, 11. September 2008

Lake Powell

In dieser Nacht wachen wir trotz bereits langen Kleidern mehrmals auf, weil es auf dieser Höhe hier (rund 3000 m.ü.M.) sehr kalt ist. Trotz der immer wieder laufenden Heizung müssen wir uns aneinder kuscheln, damit wir wieder einschlafen können.
Tom schafft es trotz der unruhigen Nacht, vor Sonnenaufgang aufzustehen und an einem Aussichtspunkt die wohl herrliche Stimmung zu geniessen. Ich geniesse noch etwas länger die Bettwärme.

Nach dem Frühstück geht es weiter Richtung Lake Powell. Da wir an der Küste entlang, wegen unserer Panne und dem Labor Day viel Zeit gebraucht haben, fahren wir nun täglich recht viele Meilen. Das Monument Valley und San Diego haben wir bereits aus Zeitdruck gestrichen. Naja, Ferien können recht stressig sein. :-)

Dieser See bietet auch wieder sehr schöne Aussicht und lädt scheinbar oft zum Baden ein. Da sich die Wolken von heute Morgen verdichtet haben, lassen wir dies für heute sein, obwohl es der Körperhygiene nicht schaden würde! Sogar der Fussspray kann das Stinken nicht mehr übertrumpfen. Chanti, jetzt könnten wir gegen dich antreten. :-)


Im Dorf Page stillen wir unseren Hunger und machen uns auf den Weg, die Antelope Canyons anzuschauen. Da für uns aber der Eintritt sehr hoch ist und die Umstände gross, lassen wir dies sein. Nach dem Einkauf und dem Tanken machen wir uns wieder auf den Weg.

Schon bald legen wir noch einen Zwischenstopp ein, und zwar beim Horse Bay. Die Aussicht und die Stimmung beim hufeisenförmigen in Fels gefassten Canyon, umrundet von Wasser, geniessen wir sehr. Da aber die Gewitterwolken immer wie dunkler werden und auch die ersten Donnerschläge zu hören sind, machen wir uns auf den Rückweg zum Auto.


Zuerst habe ich das Gefühl, dass wir dem Unwetter davon fahren können. Da aber mehrere Gewitterzellen umherirren, sind wir bald auch davon betroffen. Es ist ein komisches Gefühl, in der Wüste in das Schwarze hineinzufahren und plötzlich von Hagelkörner berieselt zu werden. Es ist aber auch ein herrliches Schauspiel, wenn sich die Wüste in ein Meer von kleinen Rinnsalen bis hin zu reissenden Bächen verwandelt. Und was passt dabei besser, als AC/DC's Thunderstruck, welches per Zufall gerade von unserem eigenen Radio gespielt wird?

Dennoch Schwein gehabt. Dieses Unwetter dauert nur kurze Zeit. Auf der Weiterfahrt kommen wir zeitweise wieder in Regenzonen, aber die sind nichts im Vergleich zur ersten Gewitterzelle.

Schon bald treffen wir im nächsten Nationalpark ein, im Grand Canyon. Wir besuchen nur den ersten Aussichtspunkt. Anschliessend lassen wir uns im nächsten Campground nieder. Die ausführliche Besichtigung des Parks ist für morgen geplant.

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